Rollstuhlfahrer, Elche und Krähen. Zur aktuellen Literatur in Norwegen

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Walter Baumgartner

Abstract

Nachdem ab 1965 - mit der Profilgruppe, benannt nach der Avantgarde-Zeitschrift Profil — die Poesie in Richtung sowohl auf die Wirklichkeit als auch auf die sprachlichen Spiel-Möglichkeiten entgrenzt wurde, kam eine Periode maoistischer Literature engagée, die schon bald als „Knäckprosa” diffamiert wurde, und die von heute aus gesehen nicht mehr so interessant erscheint - auch wenn sie damals wirklich Bewegung in die Szene brachte. Die Generation, die die 80er Jahre zu dominieren versuchte, hat scheinbar selbst das Sterben der Literatur gefördert. Es waren „Nullisten". Sie zogen sich asketisch auf die Schrift zurück und reduzierten auch diese noch mit dem Ziel des Schweigens: „Der Weg der Poesie in das Schweigen ist kein Weg zur Abwesenheit von etwas, sondern eine Gegenwärtigkeit von Nichts” (Teije Johansen in Dagbladet, 5.1.1994).

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