Der Dreinymphenkult laut Inschriften aus dem Burdapa-Tempelheiligtum
Okładka czasopisma Balcanica Posnaniensia Acta et studia, tom 7, rok 1995, tytuł Balcanica Posnaniensia. Acta et studia
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Słowa kluczowe

Thrakien
Nymphen
Burdapa
Onomastik
Romanisierung
Epigraphik
Synkretismus
antike Religion
lokale Glaubensvorstellungen

Jak cytować

Karadimitrova, K. (1995). Der Dreinymphenkult laut Inschriften aus dem Burdapa-Tempelheiligtum. Balcanica Posnaniensia Acta Et Studia, 7, 157–162. https://doi.org/10.14746/bp.1995.7.12

Abstrakt

Im Artikel wird der Kult der Drei Nymphen im Heiligtum von Burdapa (dem heutigen Ognyanovo in Thrakien) auf der Grundlage von etwa 100 griechischen Inschriften sowie votivem Material analysiert. Das Hauptziel der Untersuchung besteht darin, anhand der Onomastik (Namensanalyse) und der den Gottheiten zugeschriebenen Epitheta die ethnische Herkunft der Verehrer sowie den Charakter des Kultes selbst zu bestimmen. Die Autorin zeigt, dass dieser Kult einen stark lokalen, thrakischen Charakter besaß. Unter den Dedikanten dominieren thrakische Namen, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, wobei besonders die ungewöhnlich große Zahl von Frauen hervorzuheben ist, die Weihungen darbrachten – ein Merkmal, das diesen Kult von anderen Kulten in Thrakien unterscheidet. Dies weist auf seine tiefe Verwurzelung in der Tradition der lokalen Bevölkerung hin. Die Analyse der Inschriften zeigt einen sehr geringen Grad an Romanisierung und Hellenisierung der Verehrer – die Mehrheit von ihnen bewahrte ihre thrakische kulturelle Identität. Die unterschiedlichen Epitheta der Gottheiten deuten auf Verbindungen zu anderen Kulten (z. B. des Asklepios und des Heros) hin, was auf einen Prozess religiösen Synkretismus verweist. Die Autorin gelangt zu dem Schluss, dass der Kult der Drei Nymphen in Burdapa eine Fortsetzung älterer thrakischer Glaubensvorstellungen war, die in der römischen Zeit mit nur minimalem Einfluss der römischen Kultur fortbestanden.

https://doi.org/10.14746/bp.1995.7.12
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