Abstrakt
Im Artikel werden die Umstände der Internierung des IV. Korps der Griechischen Armee im deutschen Görlitz während des Ersten Weltkriegs analysiert. Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen dieser außergewöhnlichen Situation sowie den Verlauf des Aufenthalts der griechischen Soldaten in Deutschland darzustellen. Der Autor wandte die historische Methode an und stützte sich auf die Analyse der politischen Ereignisse im Zusammenhang mit der griechischen Neutralität sowie des Konflikts zwischen den Anhängern von König Konstantin I. und Eleftherios Venizelos. Wie gezeigt wird, wandte sich der Kommandeur des IV. Korps, Oberst Ioannis Chatzopoulos, nach dem Einmarsch bulgarischer Truppen in Ostmakedonien im Jahr 1916 an die deutschen Behörden mit dem Vorschlag, seine Einheiten nach Deutschland zu transportieren, um eine Kapitulation gegenüber den Gegnern zu vermeiden. Die Deutschen akzeptierten diesen Vorschlag, und etwa 6.500 griechische Soldaten wurden in Görlitz interniert. Zunächst wurden ihnen relativ gute Lebensbedingungen gewährt, die sich jedoch mit der Verlängerung des Krieges und dem Beitritt Griechenlands zum Lager der Entente allmählich verschlechterten. In der Endphase des Krieges stellte die Anwesenheit der Internierten eine immer größere Belastung für die Stadt dar. In den Schlussfolgerungen wird darauf hingewiesen, dass die Internierung des IV. Korps eine Folge der griechischen politischen Krise und der Neutralitätspolitik war und einen außergewöhnlichen Abschnitt in der Geschichte des Ersten Weltkriegs darstellte.
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„Ἑλληνικὰ φύλλα. Ἀνεξάρτητος πολιτικὴ καὶ φιλολογικὴ ἐφημερίς”.
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