Zu Hause in der deutschen Sprache: Zweisprachigkeit und Sprachmischungen in den Texten von Radek Knapp

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Agnieszka Palej

Abstrakt

Die Schriftsteller mit dem sog. Migrationshintergrund gehören zu denjenigen Menschen, die als Migranten einen einschneidenden Kultur- und auch Sprachwechsel hinter sich haben und deren Lebenslauf durch diesen Wechsel zwischen Sprachen und Lebensformen geprägt ist. Die neue Sprache ermöglicht den Zugang zu einer neuen, anderen Kultur, somit auch den Zugang zu einer neuen kulturellen Identität sowie – last but not least – zu einem neuen Lesepublikum, was im Falle des literarischen Schaffens doch von entscheidender Bedeutung sein kann, weil die Schriftsteller sich absichtlich für einen neuen Adressatenkreis entscheiden. Obwohl man meist in der Sprache den wichtigsten Identitätsmarker sieht und anerkennt, begründet das Deutsche als literarisches Ausdrucks- und Publikationsmedium im Falle der transkulturellen Schriftsteller keine homogenen nationalen Identitäten, sondern erfüllt die Funktion eines Transitraumes, einer-zone, eines transkulturellen Raumes der gegenseitigen Durchdringung und Verflechtung des Kulturellen sowie der Transformation nationaler Zugehörigkeiten und der kulturellen Identität. In den Texten der Migrantenautoren spiegelt sich die Bedeutung des Umgangs mit zwei Sprachen wider, weil die Zweisprachigkeit von Migranten – oft im Zusammenhang mit dem Thema der kulturellen Identität – in der Migrantenliteratur eine Rolle spielt. Die Schriftsteller versuchen, ihre eigene Zweisprachigkeit in die Texte einzubringen, in denen häufig beide Kulturen und Sprachen koexistieren. Im Referat werden ausgewählte Texte von dem polnisch-österreichischen Schriftsteller Radek Knapp einer Analyse unterzogen. Der Beitrag geht der Frage nach, wo und wie sich die Zweisprachigkeit und Sprachmischungen in den einzelnen Texten Knapps manifestieren.

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Palej, A. (2019). Zu Hause in der deutschen Sprache: Zweisprachigkeit und Sprachmischungen in den Texten von Radek Knapp. Studia Germanica Posnaniensia, (40), 139-148. https://doi.org/10.14746/sgp.2019.40.12
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