Autobiographisches Schreiben in Alfred Anderschs Prosa der 50er Jahre

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Joanna Jabłkowska

Abstrakt

Alfred Andersch´s autobiographical texts from the 1950s have been heavily criticized in recent literature on the topic. W.G. Sebald´s essay about Andersch was of crucial importance. The details of Andersch´s stay in the Dachau concentration camp as well as the writer´s motivation to desert at the end of the war were questioned. The article aims at a new reading of Andersch´s autobiographical texts with regard to their credibility. It compares the early short story Flucht in Eturien with the autobiography Die Kirschen der Freiheit and a few less known texts. The analysis leads to the conclusion that Andersch “re-wrote” his biography as a creation that fulfils unconscious wishes of a whole generation. His intention was to adapt the image of decent young men of antifascist beliefs whose only guilt was the loyalty to their comrades.

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Jabłkowska, J. (2017). Autobiographisches Schreiben in Alfred Anderschs Prosa der 50er Jahre. Studia Germanica Posnaniensia, (37), 121-133. https://doi.org/10.14746/sgp.2016.37.11
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